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Praktikum als TPA in England für Céline

Céline Ziegler (19) aus Schattdorf ist Tiermed. Praxisassistentin EFZ. Sie absolvierte ein Praktikum von drei Monaten in Grossbritannien. Hier erzählt sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

Weshalb haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden? Ich habe mich für eine Lehre als TPA (Tiermedizinische Praxisassistentin) entschieden, weil ich schon immer beruflich etwas mit Tieren zu tun haben wollte.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Auslandpraktikum zu absolvieren und wie lange werden Sie in England bleiben? Auf die Idee eines Auslandpraktikums hat mich Herr Patrick Spielhofer gebracht. Somit habe ich beschlossen drei Monate dieses Abenteuer zu wagen.

 

Welches sind Ihre ersten Eindrücke von England, von ihrem Arbeitsplatz? Ich könnte nie glauben, dass sich das Wetter in England wirklich alle fünf Minuten ändern kann, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Die meisten Menschen hier sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Für Engländer spielt es keine Rolle, welchen Lifestyle man lebt. Das Schubladendenken, wie ich es aus der Schweiz in einigen Regionen erlebt habe, gibt es hier nicht. Man kann sich in England gut selber finden. Egal wie, wer oder was man ist, es spielt keine Rolle. Arbeitstechnisch ist alles gemütlicher. Was für Engländer Stress ist, ist für uns ein normaler Schweizer Alltag.


Ist im Ablauf eines englischen Betriebes in Grossbritannien etwas anders? In einer Tierarztpraxis in England ist der Tagesablauf sehr ähnlich wie in der Schweiz. Wie zum Beispiel werden alle Operationen am Morgen durchgeführt, so kann man die Tiere den restlichen Tag gut beobachten und sie wach wieder nach Hause geben. Der Unterschied ist sicher, dass die erste Stunde am Morgen nicht zum Arbeiten gedacht ist: Die Engländer trinken dann Tee mit Milch und tauschen sich über ihr Wochenende aus. In England ist die Arbeitsmoral ganz anders als in der Schweiz.


Wie finden Sie sich zurecht? Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten mit England. Mein Heimweh hat mich beinahe dazu bewegt, meine Koffer zu packen und in die Schweiz zurück zu fliegen. Mit der Sprache war es zu Beginn auch kein Zuckerschlecken, da es nicht meine Muttersprache ist und ich nur das Schulenglisch verstanden habe. Mit der Zeit kommt man aber gut rein und der Kopf brummt am Abend auch nicht mehr. Ich komme aus einer kleinen Praxis im Kanton Uri und das war einer der Gründe warum ich nach England gekommen bin. Ich wollte beruflich mehr sehen und lernen. Dies ist aber nur teilweise möglich hier in England. Ich habe viele Dinge gesehen, die in der Schweiz ein No-Go in meinem Beruf wären. Ich habe festgestellt, dass wir in der Schweiz sehr gut ausgebildet werden, obschon wir in den Augen der Engländer «lediglich» eine Lehre gemacht haben.

 

Was versprechen Sie sich von diesem Aufenthalt? Ich verspreche mir von diesem Aufenthalt, dass sich meine Sprachkenntnisse verbessern, ich einen Einblick in eine fremde Arbeitskultur bekomme, die Kultur besser verstehen kann und auch Freunde fürs Leben finde.

 

Ihre Wünsche für Ihre Zukunft? Meine Wünsche für meine Zukunft sind, dass ich mich mehr auf Neues einlasse und dass ich das Leben so nehme wie es kommt. Ich finde es ein sehr wichtiger Punkt im Jetzt zu leben. Genau das versuche ich in England jeden Tag aufs Neue.

 

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