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«Mit jungen Menschen zu arbeiten ist eine Bereicherung»

Jörg Nickel ist seit 17 Jahren Geschäftsführer der NBS AG in Kriens. Seit 2013 beschäftigt er in seinem Familienunternehmen bis zu drei kaufmännische Lernende der Talents School der FREI’S Schulen – und ist begeistert.

Jörg Nickel mit Alessandro Galeati, Fussballspieler und Lernender an der Talents School

Jörg Nickel, in welchem Bereich ist Ihre Firma tätig? Die NBS AG ist ein international tätiges Familienunternehmen, das sich auf professionelle Absaug- und Entsorgungsanlagen spezialisiert hat. Wir beschäftigen zurzeit 15 Mitarbeitende, sind ISO-zertifiziert und als leistungsfreundlicher Lehrbetrieb von Swiss Olympic ausgezeichnet. Das Unternehmen besteht seit 30 Jahren. Seit 17 Jahren führe ich es in Eigenregie.

 

Weshalb bilden Sie junge Menschen aus? Es ist eine Bereicherung, mit jungen Menschen zu arbeiten, sie zu begleiten und zu sehen, wie sie sich in den vier Jahren ihrer kaufmännischen Ausbildung weiterentwickeln. Mit jungen Menschen zu arbeiten heisst, sich à jour zu halten. Durch sie ist man am Puls der Zeit. Junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Vision zu leben, ist eine wichtige Aufgabe. Eine ebenso wichtige Aufgabe ist es aber, ihnen mit der Berufslehre einen «Plan B», also eine Alternative zur sportlichen Karriere, anzubieten.

 

Was können Sie den Lernenden mitgeben? Die Lernenden erhalten beim Durchlaufen unserer Abteilungen einen guten Überblick über die verschiedenen Arbeitsfelder des kaufmännischen Berufs. Sie bekommen einen Einblick, wie ein KMU funktioniert und lernen selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Wir sind ein von Swiss Olympic ausgezeichneter Lehrbetrieb und passen die Arbeiten bestmöglich an, so dass genügend Zeit für Training und Wettkampf bleibt. Und wir sind ein tolles Team. Da geht man auch mal gerne an ein Fussballspiel eines Lernenden und fiebert mit.

 

Weshalb bilden Sie die sportlich Begabten der Talents School kaufmännisch aus? Als ehemaliger Fussballtrainer mit drei Söhnen, die erfolgreich beim SC Buochs spielen und einer Handball spielenden Tochter, fühle ich mich der Sportwelt sehr verbunden. Heute gibt es wirklich gute Angebote für junge Menschen mit sportlicher Begabung – unter anderem die Talents School der FREI’S Schulen. Das muss gefördert werden. Mein erster Praktikant war übrigens Stefan Knezevic. Das war eine tolle erste Erfahrung. Wir stehen noch heute in Kontakt.

 

Sie sind neues Vorstandsmitglied bei Verdia. Wo sehen Sie Ihre Herausforderungen? Als Unternehmer, der Praktikantinnen und Praktikanten bei sich ausbildet, kann ich den gesellschaftlichen Wandel bei den Jungen gut beobachten. So hat sich beispielsweise die Kommunikation der Jungen stark verändert. Diese findet inzwischen auf einer ganz anderen Ebene statt. Deshalb besprechen wir im Vorstand von Verdia, wie wir die Kommunikation mit den Jungen sicherstellen können. Ideen gehen da beispielsweise in Richtung Coaching mit gezielten praktischen Übungen.

 

Steckbrief Jörg Nickel (53):
- Unternehmer
- wohnhaft in Kriens, Kuonimatt
- verheiratet mit Monica Nickel
- vier erwachsene Kinder
- Trainerdiplom
- ehem. Prüfungsexperte KV Luzern
- Vorstandsmitglied Verdia

 

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