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Auslandpraktikum TPA für Ivana

Ivana Rickenbach (19) aus Küssnacht am Rigi ist Tiermedizinische Praxisassistentin EFZ (TPA). Sie absolviert ein Praktikum in einer Kleintierpraxis Vets4pets in Grossbritannien.

Weshalb haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden? Das ist ganz einfach. Ich bin TPA geworden, weil ich Tiere über alles liebe. Schon als kleines Mädchen habe ich versucht, Tieren zu helfen und sie beschützt. So rettete ich jeden Wurm von der Strasse und fütterte Jungvögel bis sie alleine wegfliegen konnten. Ich möchte für jedes Tier nur das Beste und versuche alles Mögliche ihm die beste Behandlung zu geben.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Auslandpraktikum zu absolvieren und wie lange werden Sie in England bleiben? Die Idee ein Auslandpraktikum zu absolvieren, habe ich von den FREI’S Schulen vermittelt bekommen. Am Anfang hatte ich grosse Bedenken. Ich war mir nicht sicher, ob ich nach England weggehen konnte, ohne am Heimweh zu zerbrechen. Meine Eltern haben mich bestärkt, dass ich das unbedingt versuchen sollte. Sie meinten, dass es eine unvergessliche Zeit werden könnte. So habe ich mich entschieden, dass ich vier Monate in England ein Praktikum absolviere.


Welches sind Ihre ersten Eindrücke von England, von ihrem Arbeitsplatz? Meine ersten Eindrücke von England sind unglaublich. Die Engländer sind grossherzige und fröhliche Menschen. Sie haben mich in der Praxis herzlich empfangen. Mein Arbeitsteam ist der absolute Hammer. Wir arbeiten sehr gut zusammen und lachen auch ganz viel in der Praxis. Wie es in England halt üblich ist, nehmen wir uns die Zeit, und trinken öfters ein Tässchen Tee zusammen. Ich habe ich die beste Gastfamilie, die ich mir hätte wünschen können. Ich werde mit feinem Essen verwöhnt. Und wenn ich etwas später vom Ausgang nach Hause komme, ist meine Bettheizung eingeschaltet. So kann ich mich in ein vorgewärmtes Bett kuscheln. So schön.


Ist im Ablauf eines englischen Betriebes etwas anders? Ich arbeite in der Kleintierpraxis Vets4pets. Der Ablauf in der Praxis in England und der Schweiz unterscheidet sich nicht sehr voneinander. Was sich unterscheidet ist die Arbeitsmoral. Wenn es hier mal eine stressige Situation gibt, bringt das meine englischen Kolleginnen nicht so schnell aus der Ruhe. Das war in der Schweiz ganz anders. Hier nimmt man sich deutlich mehr Zeit für die Tiere, die Kunden und auch für die Kollegen. Das erlebe ich hier als sehr positiv. Man trinkt ab und zu gemeinsam ein Tässchen Tee und quatscht über den neusten Tratsch. Hier werden mir als TPA Termine eingeschrieben für z. B. den Tieren die Krallen zu schneiden oder Tabletten einzugeben. Das machte in der Schweiz meistens die Tierärztin.

 

Wie finden Sie sich zurecht? Da ich so herzlich in der Praxis aufgenommen wurde und eine tolle Gastfamilie bekommen habe, fühlte ich mich nach kurzer Zeit heimisch. Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit der englischen Sprache. Oft mussten die Hände mithelfen, um etwas zu erklären. Das ging aber von Tag zu Tag immer besser und meine Kolleginnen haben mich vom ersten Moment an miteinbezogen und mich grossartig unterstützt. Ich treffe mich oft mit anderen Schweizer Auslandpraktikantinnen und –praktikanten. Wir unternehmen Ausflüge zusammen oder treffen uns nach der Arbeit in einem Pub. Jetzt, wo der Sommer nach Christchurch gekommen ist, treffen wir uns oft nach der Arbeit an der Beach und grillieren zusammen. Auch ein Sprung ins kalte Meer gehört immer mit dazu.

 

Was versprechen Sie sich von diesem Aufenthalt? Natürlich sind meine Englischkenntnisse um einiges besser geworden. Und ich durfte in einem tollen Team arbeiten und habe wunderbare Menschen kennengelernt. Auch wird mir der Aufenthalt helfen, offener für Neues zu sein.

 

Ihre Wünsche für Ihre Zukunft? Schön wäre es, die ruhige englische Art mit nach Hause zu nehmen. In der Hoffnung bei meinem nächsten Arbeitgeber in der Schweiz diese ab und zu einsetzen zu können. Diese vier wundervollen Monate haben meine Abenteuerlust geweckt. Ich habe einen süssen Vorgeschmack davon erhalten, was es da draussen in der grossen Welt wundervolles zu entdecken gibt. Der Wunsch, meine Flügel auszubreiten und mehr davon zu sehen ist definitiv geweckt.

 

 

Patrick Spielhofer, Projektleiter Sprachen, T +41 41 418 10 20 patrick.spielhofer@freisschulen.ch www.freisschulen.ch/auslandpraktika