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Talents School: 3 weitere Nachwuchstalente für den FCL

Wenn man sich die letzten grossen Transfers des FC Luzern anschaut, dann ist der Nachwuchs die Abteilung, wo die Goldschätze des Vereins herkommen. Jonas Omlin (zu Basel) und Ruben Vargas (zu Augsburg) haben dem FCL insgesamt rund sechs Millionen Franken Ablöse eingebracht. Daher lohnt sich jetzt schon ein Blick auf die herausragendsten Eigengewächse.

(Anmerkung FREI'S Schulen: Alle Talente absolvier(t)en das KV an der Talents School)

Lorik Emini

David Mistrafovic

Der 18-jährige Offensivmann Darian Males steht derzeit auf der Liste der Nachwuchstalente zuoberst.

Unter Thomas Häberli ist er zu elf Ligaeinsätzen (ein Tor, zwei Assists) während der Vorrunde gekommen. Weniger bekannt als Males sind zwei weitere Jungprofis der Talents School der FREI'S Schulen.

 

Lorik Emini: Ein von seinem Können überzeugter Mittelfeldmann

Für den 20-jährigen Lorik Emini ging die Profizeit so richtig los, als er im zweitletzten Heimspiel gegen St. Gallen (1:4) in der 89. Minute eingewechselt wurde. Doch den interessierten Beobachtern fiel er eine Woche später auf, beim Startelf-Debüt in Bern gegen YB (0:1). Emini spielte im zentralen Mittelfeld zusammen mit dem zwei Jahre jüngeren David Mistrafovic drauflos, als ob er schon lange in der Super League zu Hause wäre. Warum schaffte er das ausgerechnet gegen den Meister? «Ich weiss, was ich kann, bin überzeugt von mir. Und zudem wusste ich, dass ich nicht viel zu verlieren habe», antwortet Emini.

Für ihn waren die Young Boys eine Zusatzmotivation, weil seine früheren FCL-Ausbildner Gerardo Seoane und Patrick Schnarwiler bei den Bernern als Coaches auf der Bank sitzen. Seoane ist für Lorik Emini sowieso «der Trainer, der mich am meisten geprägt hat. Er hat mich von der U18 in die U21 geholt. Er war ein strenger Coach, der mich zu diesem Spielertypen gemacht hat.» Dabei hat er zum Ex-Luzerner keinen Kontakt mehr seit dessen Abgang zu YB im Sommer 2018.

 

Auch für Thomas Häberli findet Lorik Emini nur lobende Worte. «Er hat mich in die erste Mannschaft geholt, Häberli hat auf uns junge Spieler gesetzt.» Wie ist es mit dem Nachfolger Fabio Celestini? «Bis jetzt ist mit dem neuen Trainer Celestini alles gut. Ich muss Geduld haben», sagt der junge Mann aus Rotkreuz. «Vom Vater, der aus dem Kosovo in die Schweiz gekommen war und unten anfing, habe ich viel abgeschaut.» Inzwischen hat dieser eine florierende eigene Firma für Parkettböden und Platten. Darum sagt der 20-Jährige mit KV-Abschluss beim Ausblick auf seine Fussball-Karriere: «Wir können vieles schaffen und das Beste herausholen.» Eminis Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren beim FCL den Durchbruch zu schaffen.

 

David Mistrafovic: Begabter für öffnende Pässe in die Spitze

Die besten Voraussetzungen für einen baldigen Stammplatz scheint aus dem Trio David Mistrafovic zu haben. Der erst 18-jährige Jungprofi aus Emmen hat die letzten vier Partien unter Häberli durchgespielt und er hat nun auch in den ersten beiden Testpartien unter Celestini viel Einsatzzeit bekommen. Das hat sicher auch damit zu tun, dass Marvin Schulz noch immer nicht fit ist. Aber trotzdem: Mistrafovic bringt mit seinem Auge für die Mitspieler und seiner guten Technik viel mit, dass dem FCL Ausgabe 2019/20 sonst abgeht. Er kann mit seinen Steilpässen für das Überraschungsmoment sorgen, dass die Mannschaft von Celestini zwingend braucht.

 

Der ausserhalb des Spielfeldes eher ruhige Mistrafovic spürt, dass der Coach seine Qualitäten schätzt. «Der Trainer gibt den jungen Spielern die Chance, ich versuche, sie zu nützen», sagt er. Profitiert hat er bei den Junioren am meisten von einem früheren FCL-Captain: «Michel Renggli. In der U14 und U15 hat er mich weitergebracht.»

 

Weil David Mistrafovic derzeit beim FC Luzern und in der Schweizer U19-Nationalmannschaft engagiert und oft unterwegs ist, leidet die Lernzeit in der Schule darunter. «Ich bin im Minus, weiss noch nicht, wie ich das aufholen könnte», macht sich der schweizerisch-kroatische Doppelbürger Gedanken. Es scheint, als ob er bei den Frei's Schulen derzeit die grösseren Sorgen hat denn als Profi am Anfang seiner Karriere.

Kauffrau/Kaufmann EFZ Talents School