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KV Hotelprojekt Salwideli: Eine nicht alltägliche Erfahrung

Jedes Jahr übernehmen die KV-Lernenden der Handelsschule nach nur sechs Wochen Berufsfachschule einen Hotelbetrieb und versuchen diesen mit allen Konsequenzen selbstständig zu führen.

Ein Hotel zu führen ist keine kleine Herausforderung, denn es braucht vieles, an das man denken muss. Und einiges läuft dann halt doch nicht so, wie man sich das gewünscht hat. Unweigerlich rücken hier Themen wie Organisationsentwicklung, Selbstreflexion, Teamwork, Kommunikation u.v.m. ins Zentrum.

 

Vorab mussten sich die Lernenden beim Abteilungsleiter KV Handelsschule Beat Obergfell für eine Stelle innerhalb des Hotels bewerben. Ausserdem gilt es während des Projekts insgesamt fünf Aufträge zu bewältigen. Diese umfassen u. a. das Leitbild eines Hotels, die ökologischen und ökonomischen Aspekte, die Buchhaltung u.v.m.

 

Isabella Schmitz-Stadelmann hatte sich im Vorfeld des Hotelprojekts Salwideli für die Abteilungen Buchhaltung oder Küche beworben. Inzwischen hat sie sich voll in ihre Verantwortung in der Küche eingearbeitet. Sie freut sich, dass diese Projektwoche die Klasse näher zusammenbringt. Auch gefällt es ihr selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Bei Internet-Recherchen ist sie auf das KV der FREI’S Schulen gestossen, ausserdem sei sie von Meggen her immer an der Schule vorbeigefahren. «Das KV ist der Schlüssel zu vielen Wegen», so die schweizerisch-brasilianische Doppelbürgerin. Schon jetzt liebäugelt sie mit diversen Weiterbildungen oder mit der BM.

 

Dionys Mettler ist der Hoteldirektor im Salwideli-Projekt. Er hat bereits ein Jahr im Wachschutz und ein halbes Jahr in der Wachschutz-Leitung auf der Sawiris Baustelle in Andermatt gearbeitet und weiss, was es heisst, Mitarbeitende einzuteilen. Kommunikation, Organisation und Koordination: Es gefällt ihm sehr, den Gesamtblick zu haben. Sein Umgang mit seinen Klassenkameraden ist entsprechend konstruktiv und dienstleistungsorientiert. «Ich kenne diese Arbeit schon aus einem professionellen Umfeld. Es ist aber eine sehr gute Erfahrung, mit Gleichaltrigen zu arbeiten.»

 

Nadia Blättler und Elife Pulaj sind die guten Seelen an der Hotelrezeption. Hier trifft man sich und tauscht sich aus. Von A – Z alles alleine machen zu müssen, sei schon eine rechte Herausforderung, so Elife. Aber wenn man wisse, wie alles läuft, entwickle sich langsam eine gewisse Routine. Ausserdem sei es wichtig, sich zusammenzureissen, sich konzentriert ein paar Stunden hinzusetzen und arbeiten zu lernen.

Nadia spielt übrigens Volley im RegioKader und startet für uns an den Innerschweizer Berufsschulmeisterschaften in Bern im November.

 

Kauffrau / Kaufmann EFZ Handelsschule